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Eurid: Mehrsprachigkeit des Internets muss gefördert werden
Obschon internationalisierte Domains (IDN TLDs) bereits vor über zehn Jahren eingeführt wurden, hat deren Nutzung und die damit verbundene Mehrsprachigkeit des Internets noch nicht ihr volles Potential erreicht.Dies geht aus einer Studie der UNESCO und der Registry für .eu-Domains Eurid hervor. Über 80 Prozent der befragten TLD-Registries gaben an, dass die Nutzung von IDN TLDs steigen würde, wenn auch Email unterstützt würde. Auch fehlende Browser-Unterstützung und umständliche Registrierungsprozesse wurden als Hindernisse genannt.
Eurid ermöglicht Domain-Namen in allen europäischen Sprachen. Laut General Manager Marc Van Wesemael sollten alle Einwohner Europas in der Lage sein, ihre eigenen Sprachen und Schriftsysteme im Internet zu nutzen. Eurid arbeitet laut Wesemael daran, griechische und kyrillische Versionen der Endung .eu einzuführen.
Von den rund 1.000.000 .eu-Domains sind 68.000 IDNs. Die Mehrheit davon, rund 46 Prozent, wurden von Deutschen registriert. Dementsprechend sind die deutschen Umlaute die häufigsten Sonderzeichen. Auf Platz zwei liegt Tschechien mit über 14 Prozent der IDN .eu-Domains.
Vor der Einführung von IDN TLDs konnten nur lateinische Buchstaben (ohne Sonderzeichen) in Domainnamen genutzt werden. Inzwischen sind Domainnamen mit europäischen Sonderzeichen sowie in weiteren Schriftsystemen wie kyrillisch und arabisch möglich.