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Entrückung findet virtuell statt
Die vom US-Prediger Harold Camping für den 21. Mai vorhergesagte Entrückung fand nicht statt - außer im Internet. Hier posteten Scherzbolde in Blogs und auf Websites Bilder von den Kleidern und Schuhen derjenigen, die angeblich zum Himmel aufgefahren sind.Das Blog Gizmodo rief zum "Rapture Bombing" auf und forderte Nutzer dazu auf, alte Kleidungsstücke und eventuell sogar Accessoires wie Brillen oder Handtaschen so in der Öffentlichkeit hinzulegen, als habe sich der Eigentümer plötzlich in Luft aufgelöst, und die Fotos auf Facebook oder Twitter hochzuladen.
Die Website Mashable veröffentlichte die zehn besten Rapture Bomb Bilder, die zum Beispiel so aussehen, als habe jemand gerade gemütlich auf der Couch gesessen oder mit Neoprenanzug und Surfbrett ins Wasser gehen wollen, als die Entrückung stattfand.
Harold Camping hat den Termin der Entrückung über seinen Rundfunksender Family Radio verbreitet, berichtet der Spiegel. Nach der Entrückung, bei der rund drei Prozent der Bevölkerung in den Himmel auffahren sollten, werde der Rest der Menschheit bis zum 21. Oktober - dem Ende der Welt - ausharren müssen.
Camping hatte die Entrückung bereits 1994 prophezeit, gab dann aber zu, sich verrechnet zu haben. Seit der neueste Termin verstrichen ist, scheint der Prediger untergetaucht zu sein, die Website seines Radiosenders ist offline.