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Browser können mit ß-Domains weiterhin nichts anfangen
Die Denic hat bereits im vergangenen November Domains mit ß eingeführt - allerdings wird der Buchstabe von Browsern weiterhin ignoriert und in ss umgewandelt.Daraus ergibt sich für die Inhaber von ß-Domains ein Problem: Sucht ein Nutzer nach der Domain, wird er auf die entsprechende Domain mit ss umgeleitet - die möglicherweise zu einer anderen Website gehört. Unter Umständen profitiert so ein Website-Inhaber von der Werbung, die ein anderer betreibt, berichtet Silicon.
Bei der Einführung der ß-Domains machte die Denic darauf aufmerksam, dass die Umwandlung zu ss bis zu den entsprechenden Browser-Updates weiterhin erfolgen werde. In den Tests von Silicon hat sich gezeigt, dass die Updates bei den gängigen Browsern immer noch nicht erfolgt sind.
Auf eine Anfrage bei der Denic hin erklärte die Registry, dass es sich nicht um eine "Täuschung der Kunden" handele, sondern dass die Implementierung der nötigen Algorithmen "aufwändig" sie. Die Registrare bieten weiterhin ß-Domains an.
Umlaute und andere Sonderzeichen aus europäischen Sprachen sind nach Denic-Richtlinien bereits seit 2004 erlaubt und werden problemlos von Browsern erkannt. Dazu gehören diverse Buchstaben mit diakritischen Zeichen wie zum Beispiel â, î, ñ und å.